Spanien mit dem Womo 2024 vom 16.02.-28.03.
Endlich wieder überwintern in Spanien! Dieses Jahr entschieden wir uns, die Anreise über Luxemburg zu nehmen. Unsere erste Station war der Krewelshof in Mechernich (Eifel), wo wir ein gemütliches Mittagessen genossen. Übernachtet haben wir anschließend auf dem Parkplatz an der Bruder-Klaus-Feldkapelle, ebenfalls in Mechernich.


Am nächsten Tag ging es weiter nach Perl, direkt an der Grenze zu Luxemburg. Dort übernachteten wir auf einem angenehmen und günstigen Wohnmobilstellplatz. Von hier aus besuchten wir das Europäische Museum in Schengen, wo die Entstehung der Europäischen Union und das Schengener Abkommen anschaulich erklärt werden.




Nun ging es zügig durch Frankreich. Unser erster Stopp war Epernay mit seinen weltberühmten Champagnerhäusern entlang der „Avenue de Champagne“. Unser Stellplatz lag etwa 20 Minuten von der Innenstadt entfernt, war geräumig, sauber und von einer schönen Grünfläche umgeben.


Weitere Stationen in Frankreich auf dem Weg in die Pyrenäen waren Saint-Fargeau, Bessines-sur-Gartempe und Arcambal.


Da für den nächsten Tag viel Schnee angesagt war, entschieden wir uns für eine zügige Überquerung der Berge nach Almenar in Spanien. Dort fanden wir einen einfachen Parkplatz unter Bäumen für die Nacht.


Unsere Route führte uns weiter nach Lleida und von dort ans Mittelmeer, wo wir spontan einige Tage auf dem Campingplatz La Llosa in Cambrils verbrachten. Ein schöner Ort mit angenehmen Spaziergängen entlang der Promenade – Café- und Restaurantbesuche inklusive.


Ein geplanter Campingplatzaufenthalt im Ebrodelta musste leider entfallen, da der Platz noch geschlossen war. Dennoch konnten wir in Riumar wunderbar spazieren gehen und in den Feuchtgebieten des Deltas zahlreiche Tiere beobachten.


Weiter ging es zum bekannten Wohnmobilstellplatz „Spätzle Fritz“ in San Rafael del Rio, nur 58 km entfernt. Dieser Platz ist bei Spanienreisenden beliebt und bietet ein Rundum-sorglos-Paket für Fahrzeug und Mensch – inklusive gutem Essen und aufmerksamen Personal. Ein Spaziergang durch die angrenzenden Orangenplantagen mit einer Kostprobe von Mandarinen durfte nicht fehlen.


In Denia, direkt am Mittelmeer, fanden wir einen großen, kostenlosen Stellplatz, den wir für einige Tage nutzten. Von dort aus war alles gut erreichbar: Meer, Strand, Supermarkt und die Innenstadt. Auch der Hafen mit seinen Fähren zu den Balearen ist nicht weit. Denia bietet viele Sehenswürdigkeiten, Kunst und Architektur. Besonders erwähnenswert: die Büste zu Ehren von Spaniens berühmtem Schriftsteller Miguel de Cervantes.


In Calp fanden wir erst beim dritten Anlauf auf dem Campingplatz "La Merced" einen Stellplatz – einen der letzten. Der Platz war schön und geräumig, und zum Strand mussten wir lediglich einen Kilometer laufen. Die elegante Strandpromenade mit vielen Cafés und Restaurants lud zum Bummeln ein, während wir stets den beeindruckenden Felsen "Ifach" im Blick hatten. Bevor es weiter nach Altea ging, parkten wir in der Innenstadt von Calp und erkundeten die Gegend rund um die bekannte spanische Flaggentreppe. Die Stadt ist wunderschön, aber sehr überlaufen.


Ein Highlight auf der Strecke war die erste russisch-orthodoxe Kirche Spaniens, gelegen zwischen Calp und Altea an der N-332. Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion organisierten den Bau dieses prächtigen Gebäudes, das von einem kleinen Park umgeben ist. Da der Stellplatz in Altea komplett ausgebucht war, übernachteten wir auf einem Parkplatz am Hafen. Im Restaurant des Club Nautico de Altea ließen wir den Abend bei reichhaltigem Essen ausklingen.


Vom Mittelmeer aus fuhren wir weiter ins Inland, um das malerische Dorf Guadelest zu besuchen. Die Aussicht auf den Stausee mit seinen beeindruckenden Farben war atemberaubend. Der Stellplatz lag etwas versteckt, hinter einer Schranke und eine kurze Strecke den Berg hinunter. Trotz seiner geringen größe herrschte dort reges Leben. Ein Besuch des „Micro-Gigantic Museums“ lohnte sich: In zwei kleinen Museen sind faszinierende Mini- und Makrominiaturen ausgestellt, die mit Vergrößerungsgläsern betrachtet werden können.




Nächstes Ziel: die „Finca Caravana“ nahe Caudete, betrieben von „Cheffe Franz“. Ein toller, großzügiger Stellplatz auf 1000 m Höhe, dennoch mit angenehm warmem Wetter. Franz' berühmte Paella „Bonito Francesco“ mit Meeresfrüchten genossen wir in geselliger Runde mit anderen Reisenden. Spaziergänge führten uns durch die Umgebung mit blühenden Mandelbäumen – wir fühlten uns sehr wohl.




Weiter ging es nach Chinchilla de Monte Aragón, wo wir auf einem großen Parkplatz am Rande der Ortschaft übernachteten. Bei unserer Erkundungstour durch die Stadt führte uns unser Weg zum zentralen „Plaza de la Mancha“. Da es Sonntag war, war die Stadt eher ruhig. Auf dem Rückweg kehrten wir in der „Cafeteria Las Margaritas“ für einen Kaffee mit Kuchen ein.


Ein weiteres Highlight war Consuegra in der Region La Mancha, bekannt für seine Windmühlen und die Burg auf einem Hügelkamm. Der großzügige Stellplatz lag direkt darunter, ideal für Wanderungen mit herrlichen Fotomotiven. Hier soll auch Don Quijote auf seinen Reisen mit Rosinante vorbeigekommen sein.




Unser nächstes Ziel war die Kirche Santa Maria de Eunate nahe Pamplona, direkt am Jakobsweg gelegen. Der Stellplatz in Puente la Reina befand sich unmittelbar an der Kirche – nachts herrschte absolute Ruhe, abgesehen vom gelegentlichen Bimmeln der Glocken. Pilger kamen vorbei, doch die Kirche selbst war leider geschlossen. Die Umgebung bot sich für kleinere Wanderungen an.


Zurück in Frankreich machten wir als erstes Halt in Capbreton an der Biskaya. Seit Jahren übernachten wir auf diesem Wohnmobilstellplatz mit direktem Strandzugang, wo man atemberaubende Sonnenuntergänge genießen kann. Die Innenstadt mit Restaurants und der Kirche Eglise Saint-Nicolas erreichten wir nach einem 1,5 km langen Spaziergang.


Eine weitere Übernachtung hatten wir westlich von Limoges in Saint-Quentin-sur-Charente. Ein ruhiger Ort am See La Charente mit schöner Wiese. Von dort war es nicht weit nach Limoges, wo wir uns die Stadt ansahen. Direkt am „Champ de Juillet“ fanden wir einen großen, kostenfreien Parkplatz mitten in der Stadt, von dem aus wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß erreichen konnten.




Vor unserer Weiterreise machten wir noch einen Abstecher in die Markthalle, um ein leckeres Mittagessen zu genießen. Weitere Zwischenstopps führten uns durch die französischen Orte Premilhat und Routelle. Besonders Routelle, idyllisch am Doubs gelegen, war für uns eine neue Entdeckung. Ein gemütlicher Spaziergang entlang des Flusses führte uns zu einer Pferdekoppel – ein kurzer, aber lohnenswerter Halt.


Den Abschluss unserer Reise bildete Sasbachwalden im Schwarzwald, wo unser gelungener Wintertrip mit vielen neuen und altbekannten Lieblingsorten zu Ende ging.