Da mir der Blick auf das Matterhorn verwehrt blieb, hoffte ich doch das mein größter Wunsch dieser Tour den höchsten Berg der Alpen, den Mont Blanc zu sehen erfüllt wird. Wir verließen die Schweiz in Martin und auch in Frankreich ging es ohne Nutzung der Autobahn weiter.
In Chamonix 1035 m gibt es einen Stellplatz direkt gegenüber der Luftseilbahn zum Aiguille du MIDI 3842 m mit Blick auf die Mont Blanc Spitze 4810 m. Wir nahmen aber den Parkplatz an der Sommerrodelbahn "Luge de Ete" hatten dann kostenfrei eine ruhige Nacht verbracht. Dafür muss man um zur Seilbahn zukommen eine Strecke von 15 Minuten zu Fuß zurücklegen.
57 Euro kostet die Fahrt mit einer großen Kabinenbahn, dann auf der Mittelstation auf dem Plan de l'Aiguille 2317 m Kabinenwechsel, bis ans Ziel.
Wir sind direkt bis auf 3800 m durchgefallen, war vielleicht ein Fehler. Ab einer bestimmten Höhe ist "die Luft ja dünner", das heißt der Sauerstoffmangel macht sich bemerkbar. Ich habe das gespürt je länger ich da oben war desto schwerer und langsamer waren meine Bewegungen. Ich hatte das Gefühl, ich schleppe etliche KG mehr mit mir rum. Trotzdem war es toll da oben wir hatten zwar nicht das beste Wetter, viele Wolken, um Fotos zu machen haben wir immer den besten Augenblick abgepasst.
Nach Alp d' Huez begegneten uns eine Menge Radfahrer. Ob das hier die Regel ist oder ob wegen der Tour die Fahrer vermehrt auftauchen können wir nicht feststellen, wir tippen aber auf da letztere. Der Ort ist bei diesem Sportereignis oft genug ein Tagesziel.
Alp d' Huez ist eine der berühmtesten Bergtouren. Wir waren an einem Mittwoch dort und dachten die Tour sei schon längst entschieden. Aber weit gefehlt, wir erfuhren das die Tour erst Samstags in AdH eintrifft. Unterwegs an der Strecke waren alle halbwegs bestellbaren Plätze mit Womos besetzt. Manche hatten, um Gerade zu stehen ihre Womos 30cm mit Steinen oder Holz unterbaut. Manche stehen hier schon eine Woche. Die Radsportfans nehmen hier so einiges auf sich.
Die Fahrer sollten, wie oben schon gesagt, Samstags hier vorbei kommen. Gottseidank da wollen wir schon längst wieder weg sein. Alp d'Huez ist auch ein Wintersportort in den französischen Alpen. Auf unserem Stellplatz, der 10 Euro kostet, gab es noch viele freie Plätze.
Es gibt auch einen Stellplatz an einem kleinen See mit ungefähr 50 Wohnmobilen, da dieser kostenlos ist war er natürlich total überbelegt.
Bei unserem Spaziergang durch den Ort, der uns so gar nicht gefiel, stellten wir fest das dort nichts natürlich gewachsen ist. Riesige Apartementbauten, mehrere Skilifte, alles sieht aus wie aus dem Boden gestampft. Alles nur für den schnellen Euro.
Bevor wir uns mit dem höchsten Berg der Provence dem Mont Ventoux beschäftigen haben wir uns Vaison de Romaine angeschaut. Wir fahren zum erstenmal in den Süden der Provence.
Für den Stellplatz im Norden der Stadt bezahlt man für die Nacht 8,10 Euro Ver-und Entsorgung, Waschbecken und Mülleimer ist vorhanden. Bei unseren Aufenthalten in den Bergen herrschte immer eine angenehme Temperatur, jetzt waren wir auf einer Höhe von 200 m, die hier herrschende Hitze von 40° machte uns sehr zu schaffen.
Um in die Oberstadt, die im Süden von Vaison liegt, zu gelangen muß man den Fluß Ouvèze über die römische Brücke überqueren. Vom Stellplatz erreicht man sie in ungefähr 20 Minuten.
Die Haupteinkaufsstrasse beherbergt einige nette Geschäfte und Restaurants. Wir nutzten die Gelegenheit und bestellten uns eine Pizza, viel Hunger hatten wir nicht aber der Durst war schon groß. In der französischen Kleinstadt trifft man häufig auf antike Stätten.
Die katholische Kirche Notre Dame de Nazareth wurde im romanischen Stil auf alten römischen Fundament gebaut, mit ihrem schönem Kreuzgang und schönen Innenhof fand sie unsere Bewunderung.
Eine Bergankunft wartete noch auf uns. Die Anfahrt von Vaison de Romaine nach dem weißen Riesen dem Mont Vontoux höchster Berg der Provence war sehr spektakulär. Wir fuhren durch Schluchten wie die von Saint May, hier ist die Bundesstrasse oft in den Fels gehauen.
Fünfzehn km vor dem Pass haben wir einen Picknickplatz entdeckt der auch ideal zum Übernachten ist. Hier blieben wir zwei Tage. Auch hier tummeln sich die Radrennfahrer, die Strecke ist für jeden eine Herausforderung für die sie viel leiden müssen.
Wir nähern uns dem Gipfel der aussieht als wäre man auf dem Mond, keine Bäume mehr, keine Sträucher, kein Gras wächst hier, es gibt nur eine karge weiße Fels- und Geröllwüste. Auf dem Gipfel ist kein Platz mehr für uns, wir lassen rasch unsere Augen zu einen Rundumblick ziehen und wechseln unseren Standort mit Blick auf das Observatorium.
Nebel kommt und verzieht sich schnell wieder. Der außergewöhnliche Berg nennt man auch den windigen davon war aber heute abend nichts zu spüren.
Es folgte eine ruhige Nacht.
Wir fürchten für die Lavendelblüte im Süden des Mont Ventoux etwas spät dran zu sein. So kam es auch, alle Felder waren schon abgeerntet, die Felder die noch standen haben ihre kräftige Farbe von bläulich-violett bereits verloren jedoch ist der Duft sehr intensiv.
Bevor wir uns in Sault um einen Stellplatz kümmerten, wollten wir in die Distillerie Aroma'plantes um uns über die Verarbeitung und Produktion des Lavendels zu informieren. In dem landwirtschaftlichen Familienbetrieb werden noch weitere Kräuter und Heilpflanzen angebaut und als Trockenpflanzen, ätherische Öle und Blütenwasser angeboten. Während wir uns dem Stellplatz näherten, passierten wir mitten in Sault einen Flohmarkt.
Nachdem wir unser Womo auf den Stellplatz, der kostenfrei ist, am Rande von Sault geparkt haben, machten wir einen ersten Spaziergang. Leider werden auf dem Flohmarkt die Stände schon abgebaut. Eine Boulangerie habe ich auch schon entdeckt da werde ich morgen früh Baguette kaufen. Es ist schön hier durch die Gassen zu bummeln, ein sehr schönes Städtchen.
Wir haben Glück und finden schnell ein nettes Restaurant, das Le Provencal, das noch Platz für uns auf der Terrasse hatte. Wir haben uns schnell ein Menü ausgesucht und sehr genossen, nette Bedienung, leckeres Essen. Auch am nächsten Tag, ein Sonntag, gingen wir wieder hin leider hatten sie nur im Restaurant noch Plätze frei. Wir entschieden uns diesmal für ein vier Gånge Menü zum Preis von 23 Euro.
Nach dem Essen, was wieder sehr schmackhaft war, suchten wir den Boole Platz von Sault auf wo viel los war und schauten hier den Spielern zu. Der Stellplatz ist neben dem Friedhof des Ortes wo wir uns Wasser vor der Weiterfahren besorgt haben.
Der Stellplatz in Santorin de la Apt am Schwimmbad gefällt uns nicht. Wir haben unser Womo erst mal abgestellt und schauen uns den Ort an. Der Ortskern ist nicht sehr groß aber nett.
Am Ende unseres Spaziergangs hinter der Kirche gibt es einen offizielen Parkplatz mit toller Aussicht wo man maximal 48 Stunden stehen kann. Unser Auto war schnell umgeparkt.
Da es sehr heiß war haben wir uns an der Mauer unter Bäumen erstmal mit viel zu trinken gemütlich gemacht. Zu den Ockerfelsen von Rousillion ist es von hier nicht weit, wir parken am Ortseingang auf dem Wohnmobilparkplatz. Ein Stück ist es noch zu gehen bis wir zum Ockerpfad, der schön angelegt ist, kamen und bezahlten unsere 2,50 Euro Eintritt.
Die Farbpalette der Felsen bzw. des Sandes leuchtete von beige, gelb, orange und rot. Unsere Schuhe und Kleidung war am Ende der Begehung mit den Farben bepudert. Später bummelten wir noch durch Rousillion. Auch ein schöner Ort, wo viel los war.
Viele Gassen, Durchgänge und Plätze. Das Museum in der ehemaligen Ockerfabrik wollten wir uns morgen ansehen. Wir sind nicht in Rousilion geblieben sondern nach Santorin zurück gefahren und haben hier wieder übernachtet.
Auch in Santorin gibt es einen Markt den wir noch besucht haben.
In der Ockerfabrik wurde das in den Ockerfelsen abgebaute Material aufbereitet und zu Pigmenten und Farben verarbeitet.
Die näher liegenden Parkplätze um Gordes waren schon belegt. Unser Stellplatz ist zwei km vom Ort entfernt hier könnten wir dann später auch Übernachten. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg.
Der Blick auf Gordes, eines der schönsten Dörfer Frankreichs, von der Straße aus ist einmalig. Wir hatten etwas zu Trinken mitgenommen denn es war ganz schön heiß. Der Ort, mit seinen vielen kleinen gepflasterten Gassen, ist so angelegt das man immer entweder rauf oder runter gehen muß denn Gordes liegt auf einem Plateau des Luberon. Wir tummeln uns zwischen die anderen Touristen von denen es hier nicht wenige gibt.
Wir gingen lecker essen in unserem letzten Ort der Provence. Von unserem Parkplatz gibt es einen kurzen Wanderweg zum Village des Bories, ein Trockensteindorf das unter Denkmalschutz steht, mit Wohngebäuden von denen manche mehrere 100 Jahre alt sind.
Wir verzichteten aber auf eine Besichtigung.
Und schon waren wir wieder unterwegs. Das Ziel war Saint Marie de la Mer ein alter Wallfahrtsort, am Rande der Camarque- am Mittelmeer. Der Stellplatz liegt direkt am Anfang des Ortes wenn man vom Norden kommt. Es gibt im Osten der Stadt noch einen Stellplatz der direkt am Meer liegt. Der hat uns aber nicht wirklich zugesagt. Gegenüber unseres Parkplatzes begrüßten uns in einem Feuchtgebiet, gleich bei der Ankunft, Flamingos. Wir zogen
auch gleich los für einen ersten Ortscheck. Was wir sahen gefiel uns gut. Wir fanden viele Restaurants vor wo wir direkt für abends reservierten. Wir wollten Muscheln essen. Wir können es vorweg sagen eine zusätzlich bestellte Soup de Possion Provencale war genauso wir die Muscheln mit Beilage einfach nur lecker. Endlich haben wir das Meer im Blick. Jetzt suchten wir uns eine Boulangerie, wir brauchten neuesBrot. Gefunden haben wir eine mit angeschlossener Konditorei.
Wir bestellten uns Kaffee Creme und ein leckeres Törtchen. Es ist ja noch Zeit bis zum Abendessen. Am Nachbartisch saß eine Kartenleserin die gerade eine Kundin bediente.
Wir besichtigten auch die Wallfahrtskirche Notre Dame mit der dunkelhäutigen Heiligen Sara in der Krypta. Gestern haben wir uns am Hafen bereits ein Ausflugsschiff, die "Quatre Maries" ausgesucht mit dem wir weiter in den Regionalpark Camarque fahren wollten. Es ging raus aufs Meer und weiter in die kleine Rhonemündung.
Die gezeigten Stierherden werden ausschließlich für den unblutigen Stierkampf gezüchtet, sie weiden hier mit den typischen weißen Camarque Pferden völlig friedlich zusammen. Auch Reiher und Kormorane konnten wir sehen. Auf unserer Reise habe ich immer mal wieder zwischendurch mit der Hand gewaschen aber jetzt mußte mal eine Waschmaschine her. In der Nähe des Stellplatzes fanden wir einen Waschsalon. Da habe ich die nächsten zwei Stunden dann verbracht.
In diesem Ort haben wir zwei schöne, angenehme Tage verbracht.
Bei Aigus Mortes haben wir erst nach langem suchen einen Stellplatz, der 12 Euro kostet, auf Parkplatz P4 gefunden.
Der Ort ist komplett von einer Mauer mit mehreren Durchgängen umgeben. Vor der Stadtmauer liegt der Stadthafen und die Parkplätze. Der früher durch Känäle mit dem Meer verbundene Ort ist heute sechs km vom Meer entfernt.
Die ehemalige Hafenstadt ist heute im Weinbau tätig und konzentriert sich auf ihre Salinen insbesondere wird Fleur de Sel gewonnen. Der historische schlichte Stadtkern ist von einer komplett erhaltenen Stadtmauer umgeben und urgemütlich.
Von unserem Übernachtungsplatz hatten wir einen tollen Blick beim Sonnenuntergang auf die Stadtmauer.
Palmen säumen die Straße nach Cap d' Agde, herrlich und schön anzusehen. Der Stellplatz gehört zum Campingplatz Camping la Mer den man, wenn man das Womo abgestellt hat, sofort aufsuchen sollte um den Aufenthalt zu zahlen es ist zehn Minuten zu Fuß zu gehen.
Hier gefiel es uns nicht, weder auf dem Parkplatz noch der Strand der hier sehr schmal ist und die Stadt schon gar nicht es gibt keinen historischen Ortskern. Wenn man zum Strand oder zum Yachthafen will, kommt man durch ellenlange schmale Konsumstraßen noch enger als bei uns zuhause auf der Hohestrasse.
Irgendwo haben wir uns dann einen Monaco bestellt, das ist ein Radler mit einem Schuß Grenadine der schmeckt richtig süffig. Sonst gibt es nichts zu berichten. Eine ruhige Nacht hatten wir.
Die Stadt Gruissan haben wir nur von weitem gesehen. Der Stellplatz direkt am Étang de Mateille mit viel Strand, ist doch recht weit weg vom Ort.
Ein Super Intermarché ist nicht weit vom Stellplatz, den zu erreichen geht auch ohne Fahruntersatz. Unser Wohnmobil stand mitten im Rohrschilf direkt am Strand zum Flachem Wasser.
Bei einem Spaziergang haben wir einen Kanal entdeckt der in den Étang de Grazel endet, dieser ist wiederum der Außenhafen von Crussian als Ausgang zum Meer.
Obwohl es hier recht voll war ging es auf dem weitläufigen Platz doch recht ruhig zu.
Inzwischen haben wir an Höhe gewonnen, wir sind ja schließlich in den Pyrenäen, erreichen mittlerweile die 1500m und passieren den Mont-Louis, ein Stellplatz scheint nicht in Sicht, also weiter.
Jetzt öffnet sich ein Plateau an den Kuppen von gelblicher Farbe, wir fahren nicht wieder ins Tal. Wenig später sehen wir einen Rastplatz mit Bänken, hier bleiben wir auch für die Nacht. Auf dem SmartPhon erkennen wir den Ort Bolquere im Departement pyrenees oriental.
Wir erkunden die Gegend. Da wir fast an der Straße stehen ist es morgens etwas laut.
Das Fürstentum Andorra wollten wir von Süden her erkunden dafür waren wir erst 50 km in Spanien unterwegs. Julia de Loria ist die erste Stadt an der Grenze von Spanien nach Andorra. Hier ist ein Verkehrsaufkommen unglaublich, Busse aus ganz Europa. Den angepeilten Stellplatz haben wir nicht gesehen, dafür aber einen Supermarkt mit wenig Parkplatz für Kunden.
Das Tal ist hier so schmal es gibt nur eine Hauptverkehrsstrasse die CG-2, die sich durch ganz Andorra schlängelt. Plötzlich steht man in der Hauptstadt Andorra la Vella und merkt es gar nicht- was für eine hässliche Stadt. Ein Ort schiebt sich in den nächsten nichts als Beton, Häuser, Geschäfte und nochmals Geschäfte. Gefällt uns alles nicht nur die Spritpreise die können sich sehen lassen. Der Diesel kostet hier nur um die 0,95 Euro pro Liter.
Kurz vor dem Bergdorf Pas de la Casa haben wir auf der Passhöhe von 2480m, wir haben nicht den Tunnel genommen und haben auf der Höhe einen Stellplatz gefunden. Wir waren mitten in den Pyrenäenbergen, landschaflich aber auch wegen der sehr angenehmen Temperaturen herrlich, nachts war es 3,5 Grad.
Oberhalb unseres Stellplatzes haben sich am Morgen Pferde, die ihre Weiden verlassen haben, auf dem Parkplatz versammelt. Bevor wir weiter in Richtung Atlantik fuhren hat Wolfgang unser altes Brot erstmal an die schönen Pferde verfüttert. Andorra gehört bei der Telekom zur Ländergruppe 2 und verlangen für 50 MB Internetverbindung 6,95 Euro das ist uns zu teuer. In Pas de la Casa wollten wir einen Stop einlegen und uns die Stadt ansehen aber es scheiterte wieder am Parkplatzmangel. Auch aus Frankreich kam uns eine Blechlawine entgegen. Wieder in Frankreich in Ax les Thermes hat uns der Stellplatz nicht zugesagt, zu laut mitten zwischen Schwimmbad und Tennisplätzen.
Wir sind weiter nach Vicdessos, der Platz ist solala aber hier gibt es alles was man braucht für sechs Euro. Direkt am Stellplatz gibt es einen kleinen Supermarkt. Im Ort ist nicht viel los aber eine Bar/Restaurant ist in der Nähe.
Mit einem deutschen Ehepaar kamen wir ins Gespräch, er ist Soldat und in Frankreich stationiert und auch mit dem Wohnmobil unterwegs. Mit ihrem Begleiter einer Hündin, einem Mischling, schlossen wir Freundschaft.
Von Vicdessos bis nach Oust unserem voraussichlichem nächsten Ubernachtungsplatz sind es nur 46 km. Wir fahren auf der Route de Pyrenees. Auf der Höhe in 1517m am Port de Lers angekommen legen wir einen Stop ein und gehen spazieren
Hier ist ein Landeplatz für Gleitschirmflieger. Wir machen uns Gedanken ob wir hier übernachten sollen. Viel Platz gibt es ja nicht. Wir fahren noch ein Stück, 200m tiefer biegen wir in Richtung Port de Agnes ein, jetzt nur noch auf schmaler Straße. Am See Étang de Lers gibt es ein Ausflugslokal mit Blick auf den See und die umliegenden Berge, auf dem Parkplatz ist viel Platz für Wohnmobile.
Inzwischen haben wir Gefallen gefunden an der französischen Küche, besorgten uns einen freien Tisch und lassen uns gern verwöhnen. Später zog Nebel auf sodass wir leider von der grandiosen Landschaft nicht mehr sehr viel sehen konnten.
Am nächsten Tag verzog sich der Nebel in höhere Bereiche. Auf unserer weiteren Fahrt kamen wir bald nach Oust wo wir aber nicht bleiben wollten, peilten daher den nächsten Ort zum Übernachten an. Inzwischen regnete es und die Wolken hingen wieder etwas tiefer. Wir waren jetzt auf dem Weg nach Bonach Inzarein, weitere 40 km in Richtung Atlantik.
Leichtes Gewitter gab es zwischendurch. Die Berge zogen sich etwas auseinander, das Tal wurde breiter. Der Stellplatz in Bonach liegt sehr idyllisch. Für 8,60 Euro gibt es Strom, Wasser und Entsorgung. Der Ort selber ist sehr trostlos, wir haben keinerlei Geschäfte gesehen.
Wir stehen an der L'Orle wo auch geangelt wurde. Wir sind die einzigen Ausländer auf dem Stellplatz. Die Sonne kam für heute nicht mehr zum Vorschein.
Heute morgen vorm Frühstück kam die Frage wie hoch sind wir die Anwort lautete 700m. Diese Info ist wichtig für die Kochdauer des Frühstücksei. Je höher wir stehen desto länger die Kochzeit. Es regnete jetzt nicht mehr die Sonne schien, wir entschieden uns doch noch nicht nach Hause zu fahren sondern auf dem schnellsten Weg weiter gen Westen.
Wir sind im französischen Baskenland. Saint-Jaen-Pied-de-Port liegt auf dem Jakobsweg und das merkt man im ganzen Ort, überall sieht man die Jakobsmuschel. Er ist eine wichtige Station für die Pilger auf ihrer Reise zum Heiligen Jakobus mit einem großen Pilgerbüro.
Jedes zweite Haus im Ort ist mit der Muschel, dem Zeichen des Jacobsweges gekennzeichnet und bietet Unterkunft für Reisende. Wir liefen die Rue de la Citadelle hinauf und hinunter überquerten die La Nive.
In dem schönen Restaurant Hurrup Eta Klik haben wir ein leckeres Menü und ein Fläschchen Wein bekommen. Auf einem Supermarkt Parkplatz haben wir unser Wohnmobil abgestellt, wir waren nicht die einzigen.
Wir machten auch noch einen Abstecher nach Spanien, nach Bilbao der Stadt am Golf von Biskaya für einen Besuch des berühmten Guggenheim Museums. Wir dachten es wäre fast geschafft wir würden in zehn Minuten auf dem Stellplatz stehen und auf die Stadt Bilbao staunend hinunter schauen aber leider mußten wir uns noch gedulden es gab auf der kostenfreien Autobahn einen Reifenplatzer vorne auf der Fahrerseite.
Eine tolle Aktion der spanischen Polizei, sie half uns beim Reifenwechsel und lotste uns später noch zum Reifenhändler so das wir uns einen neuen Ersatzreifen besorgen konnten. Zwei Stunden später standen wir endlich auf unserem Stellplatz mit einer tollen Aussicht auf Bilbao was bei Dunkelheit ganz besonders schön aussieht. Am anderen Morgen nahmen wir den Bus 58, der direkt am Eingang des Stellplatzes hält und uns zur Endhaltestelle am Rande der Altstadt bringt.
Das in der Innenstadt am Ufer des Nevión gelegene Museumsgebäude beheimatet Objekte der zeitgenössischen Kunst. Bei unserem Besuch konnten wir eine Sonderausstellung der Jeff Koons Objekte aus Porzellan und Stahl bewundern.
Wenn man vom Fluss kommend das Museum erreicht begegnet man vorher "Maman" der 9m hohen Spinne aus Bronze.
Vom Museum gehen wir zwanzig Minuten bis zur Altstadt, bummeln durch die schmalen Gässchen wieder zur Bushaltestelle an der Atxuri Station. Happy über den tollen Tag unterhielten wir uns noch lange bei warmen Wetter vorm Womo.
Bilbao mit seinem tollen Guggenheim Museum hatte uns gut gefallen, auch der Stellplatz über Bilbao in Altamira war eine Wucht. Für die Heimreise, wir wollten über Belgien nach Hause fahren, suchten wir uns drei kostenlose Stellplätze aus. Zuerst nahmen wir Kurs auf Bernos-Beaulac in 320km mit viel Weide- und Ackerland.
Wir standen unter einer Trauerweide auf der Wiese am Rande eines kleinen Feuchtgebietes das durch die große Hitze fast ausgetrocknet ist und unangehm roch. Wegen eines Gewitters und heftigen Regens in der Nacht haben wir uns auf Asphalt verzogen. Unser nächstes Ziel in 380 km, Sainte-Maure de Touraine, süd-westlich von Paris. Es gibt auch einen Weichkäse aus Ziegenmilch mit gleichem Namen der stammt aus der Gegend um Sainte-Maure de Touraine.
Der Stellplatz ist am Rande des Ortes. Unser Stellplatz in Buchy, wir sind immer noch in Frankreich, liegt 310km von Merelbeke in Belgien entfernt, unser letztes Ziel vor unserem Zuhause in Köln.
Unser Übernachtungsplatz ist ein großer Parkplatz in der City von Buchy aber ruhig. Zuerst gingen wir in einem größeren Supermarkt noch einkaufen. In Merelbeke, Belgien haben wir unsere 86 jährige Tante, die sich sehr gefreut hat, besucht.
Unser Restaurantbesuch mit ihr war für sie eine freudige Abwechslung. Am 17.August machten wir uns dann endlich auf den Heimweg.