Es geht nach Östereich....


zum "Hochseesegeln" und evtl. noch weiter....

 

Bevor wir von Köln auf direkten Weg nach Leogang in Österreich fahren, wollen wir noch an verschiedenen Orten einen Stopp einlegen. Für den ersten Ort haben wir einen kleinen Umweg gemacht. In Germerode, im Meißner Land, gibt es einen 2,5 km langen Wanderweg mitten durch die Schlafmohnfelder. Hier hat ein Landwirt eine staatliche Genehmigung erhalten auf einigen Feldern Schlafmohn anzubauen und die Mohnsamen zu ernten. Diese sollen, wegen der geringen Menge, lokal in Bäckereien vermarktet werden. Der Mohn der deutschlandweit verarbeitet wird, wird größtenteils aus der Türkei importiert.

mohnwanderweg mohnfeld

Mohnwanderweg in Germerode Lehrtafel auf dem Mohnwanderweg
 geschlossene mohnblüte Mohncafe
Eine leider geschlossene Schlafmohnblüte Essen fassen im Mohncafe
großalmerode SP

 

Da der Höhepunkt der Blüte sehr wetterabhängig ist, mussten wir leider auf den Farbrausch verzichten. Bis zur Blüte werden mindestens noch eine bis zwei Wochen vergehen. Nach der Wanderung genehmigten wir uns noch eine Mohnbratwurst und Mohnkuchen. Zwanzig Kilometer weiter in Großalmerode gibt es einen kostenlosen Stellplatz mit Strom und Ver- und Entsorgung. Wir waren die einzigen Gäste und so konnten wir genau auf dem gleichen Platz wie ein Jahr zuvor im April stehen.

Stellplatz in Großalmerode

Die Stadt Bamberg in Oberfranken zu besuchen hat sich gelohnt. Unser Stellplatz in Bamberg am Heinrichsdamm liegt nur zehn Minuten von der Altstadt entfernt. Sie liegt zwischen dem Main-Donau-Kanal, dem alten Kanal und der Regnitz. Der Weg vom Stellplatz an der Regnitz entlang brachte uns schnell hin. Die Ufer der Regnitz sind gesäumt mit vielen Fachwerkhäuser mit ihren Vorgärten. Diesen Teil der Stadt nennt man auch Klein Venedig. Man hat hier auch die Möglichkeit mit einer Gondel zu fahren.

Bamberg SP Bamberg Rathaus

Stellplatz in Bamberg Blick auf die Stadt Bamberg
Gondel Gondel
Das alte Rathaus in Bamberg Gondoliere auf der Regnitz
Brunnen
Ausruhen am Stadtbrunnen

Bamberg ist auch eine alte Mühlenstadt. Um die Mühlen zu betreiben, hat man das Wasser der Regnitz stellenweise umgeleitet. Diese alten Mühlen kann man zum Großen Teil heute noch bestaunen, die Mühlräder sind eingehaust, werden aber zum Teil noch zu Energiegewinnung genutzt. Um von Ort zu Ort zu kommen mussten Brücken gebaut werden die die Regnitz kaskadenmäßig in verschiedenen Ebenen überspannen. Beim überqueren der einzelnen Brücken gibt es immer wieder herrliche Ausblicke. So sieht man nach und nach immer andere Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Alle Kirchen Bambergs zu besichtigen wäre zu viel des Guten, wir haben uns auf den Bamberger Dom beschränkt. Hier befindet sich das einzige Papstgrab nördlich der Alpen. Bamberg ist eine Stadt die sich lohnt zu besuchen um dann auch eines der vielen Museen (Brauereimuseum ;o))zu besuchen. Nachdem wir am "Alten Rathaus" auf der Brücke im Cafe waren, sind wir am Main-Donau-Kanal entlang zurück zu unserem Stellplatz.

 

Nun zu etwas besinnlicherem!

 

Dachau Eingang Mahnmal
Eingang zum Konzentrationslager Dachau Mahnmal im KZ
elektrozaun
Blick durch den Stacheldraht auf das Lager Dachau Ehemaliger Elektrozaun

Wir fuhren von Bamberg zum Stellplatz in Dachau, von dort hatten wir vor am nächsten Tag die KZ-Gedenkstätte zu besichtigen. Der Stellplatz, ein Kundenparkplatz einer ehemaligen Papierfabrik sagte uns nicht zu. Wir sind dann erst zur Ausstellung gefahren die unter dem Leitmotiv " Der Weg der Häftlinge" steht. Auf Schautafeln wird gezeigt wie das Leben der Häftlinge unter der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten ablief. Wir besichtigten den Bunker (Gefängnis und Folterzellen) und die Baracken der Häftlinge in denen bis 1400 Menschen untergebracht waren. Desweiteren den Apellplatz mit dem Internationalen Mahnmal. Das Badehaus (Gaskammer) und das Krematorium. Auf dem Gelände sind für jede Religion eine Gebetstätte eingerichtet. In der näheren Umgebung der Stadt Dachau sind Gedenkorte verteilt, wo ehemalige Häftlinge in Massengräber begraben sind, auch Menschen die nach der Befreiung noch an ihren Entbehrungen starben. Das ganze war doch sehr bedrückend, nach einer Zeit der Besinnung machten wir uns dann auf den Weg nach Bad Tölz.

 

Bad Tölz SP Isar

Bad Tölz SP Angler an der Isar hinterm Stellplatz
Hauptstrasse Eisstockschiessen
Bad Tölz Innenstadt Einheimische beim "Eisstockschießen"

Bad Tölz hat uns wieder ein Stück näher nach Österreich gebracht, so langsam zeigen sich die Berge im Hintergrund. Hier in Bad Tölz ist unser Stellplatz genau an der Isar. Da der Fluss wenig Wasser hat entstehen Inseln in der Flussmitte. Auf diesen Flächen stehen Angler und versuchen ihr Glück einen Fisch mit dem Blinker zu ergattern. Gestern waren wir in Bad Tölz spazieren. An den Häusern konnte man die berühmte Lüftel Malerei mit den verschiedensten Motiven bewundern. Im Tölzer Bräustüberl haben wir gegessen. Nur das Bier in Maßen sind wir als Kölner nicht gewöhnt. Am nächsten Morgen machten wir uns dann auf zu unserem eigentlichen Termin nach Leogang.

Unser Ausflug nach Leogang auf den Asitz (Höhe 1974mNN).
Unser Womo wurde auf dem Parkplatz hinter dem Embachhof auf der Wiese abgestellt. Mit Blick auf den Badesee, den Erlebniszoo und den umliegenden Bergen. Wir hatten Strom, WC und Dusche. Das Treffen war von Freitag bis Sonntag. Samstag und Sonntag ging es auf den Asitz zum Segeln. Die Schiffe wurden vom Embachhof mit Auto nebst Anhänger hochgebracht. Die Skipper nebst Anhang sind dann zu Fuss zur Seilbahn die uns auf die Bergstation brachte, dann mussten wir noch noch sehr steile 120 Höhenmeter zu Fuss bewältigen bis wir unsere Boote in Betrieb nehmen konnten. Wir hatten alle Tage viel Spass. Das Wetter war wie aus dem Bilderbuch. Am Sonntag war dann die Regatta und im Embachhof die Siegerehrung.

Embachhof Auf dem Asitz
Vorbereitungen auf dem Embachhof Modellsegeln auf dem Asitz See in 1974 Meter Höhe

Heute sollte nur ausgeruht werden- aber weit gefehlt: Michael von den Ruhr- Piraten hatte uns ca. 500 Caches aus der Gegend um Leogang auf unseren Garmin gespielt. Bevor wir dann den Stellpatz beim Stegerbauern in Mariaalm bezogen haben wir noch in Saalfelden und Umgebung nach Caches.

Cache stellplatz
Gefundener Cache Blick vom Stellplatz
Stellplatz Dusche
Klimaanlage eingeschaltet Naturdusche mit Wasser aus Wasserfall

Der Stellplatz in einiger Entfernung der B164 gelegen hat eine Naturdusche, sie wird gespeist von einem in der Nähe befindlichen Wasserfall, selbstverständlich nur kaltes Wasser. Hier überlegten wir ob es Morgen über die Großglockner Hochstraße in Richtung Süden geht.

hagel Anfahrt zum Großglockner
Hagelschauer bei der Anfahrt Stopp an der Edelweißhöhe

Das Wetter sah am 9.7.2013 gut aus, Sonne mit einer leichten Bewölkung. Grund genug für unseren Trip zum Großglockner zu starten um dann später weiter in den Süden zu kommen. Eine Gesamtstrecke von 48km und eine Höhe von 2508m sind zu bewältigen. Auf der gesamten Hochstraße kann man verschiedene Ausstellungen besuchen. Um den Großglockner zu sehen müssen wir von der Hochstraße kurz vor Heiligenblut die Straße zur Franz- Josef- Höhe nehmen.

SP Alphorn
Auf der Franz- Josef- Höhe Stellpatz Alphornbläser auf der Höhe
Murmeltier der Berg
Murmeltier auf der Höhe Großglockner
gletscher gletscher
Blick auf den Gletscher Großglockner mit Gletscher

Von dort hat man einen sehr schönen Blick auf den Berg und den Pasterzengletscher, den man auch zu Fuss oder mit einer Kabine erreichen kann. Nach Rückkehr zu unserem WOMO entschlossen wir uns spontan auf der Höhe zu übernachten. Nachdem wir das gigantische Gebiet um den Großglockner verlassen hatten sind wir auf den CP Schluga in Hermagor gelandet, wir wollten noch mal so richtig faulenzen.

 

 

   © W. Beiell